Der Nissan Juke Nismo RS ist extrovertiert, langbeinig und auf Zack. Genauso wie seine schöne Pilotin Bianca Gubser. Wir haben den Alltagssportler und das Model auf einer Spazierfahrt begleitet.

 

Das Model und der Sportler. Eine sehr hübsche und weitverbreitete Liaison. Doch unser Paar ist kein gewöhnliches Liebespaar. Bianca Gubser ist seit zwei Jahren Nissan-Ambassadorin und fährt einen Nissan Juke Nismo RS. Sie liebt ihr Auto heiss und legt regelmässig lange Strecken zurück. Das kann ich gut nachvollziehen, auch mich hat der Nismo RS in seinen Bann gezogen. Trotz oder gerade wegen seines extrovertierten Designs: Die Front ist aggressiver als beim normalen Juke, die grosse Frontschürze mit roter Umrandung verrät die dynamischen Absichten des Crossovers. Seine üppigen Kurven und ein eindrucksvoller Dachspoiler heben den Juke Nismo RS weiter von seinem «normalen» Bruder Juke ab, optisch geschärft und aerodynamisch optimiert durch Nissans Haustuner Nismo. Der Innenraum ist von der Nismo-Truppe ebenfalls voll auf Sport getrimmt worden: mit Velours bezogenes Sportlenkrad, spezielle Pedale und ein cooler, knackiger Schalthebelknopf, der ziemlich hoch angeordnet ist und wie ein Joystick aussieht. Dazu Recaro-Schalensitze mit Veloursleder und roten Ziernähten, die sich eng um Bianca schmiegen, wenn das Model mal wieder Gas gibt. Das muss Liebe sein!

Der knackige Crossover sieht nicht nur sportlich aus, er fährt sich auch entsprechend. Der 1,6-Liter-Turbobenziner des Juke Nismo RS leistet vorzügliche Arbeit und beschleunigt den Crossover in nur 7 Sekunden von 0 auf 100. Dazu gibt er eine rebellisch-raue Soundkulisse ab, die so gar nicht nach 4-Zylinder klingt. Die Leistung von 218 PS wird per Frontantrieb auf die Strasse gebracht, und dort liegt auch der einzige Kritikpunkt: Trotz mechanischem Sperrdifferenzial an der Vorderachse kommt der Nismo RS relativ schnell ins Schlingern und es zerrt am Lenkrad, wenn man beherzt den Gasfuss runterdrückt. Etwas ungehobelt – aber auch kein Wunder – bei einem Drehmoment von 280 Nm. Diese rotzige Art macht mir unglaublich Spass, dürfte aber nicht jedem gefallen. Für das gesetztere Klientel ist der Allradler die bessere Wahl. In schnell gefahrenen Kurven verhindert das Sperrdifferenzial, dass das kurveninnere Rad durchdrehen kann und damit der Leistungsfluss auf die Strasse unterbrochen wird. Das macht extrem Spass, denn das Fahrwerk ist straff und auf Sport getrimmt, und die Schaltung könnte kaum knackiger sein. Mit den Fahrmodi Normal, Sport und Eco ist der Juke Nismo RS für jede Alltagssituation bestens gewappnet. Nur der hohe Schwerpunkt hindert den Crossover daran, ein waschechter Sportler zu sein. Auf jeden Fall aber ein gut ausgestatteter: Serienmässig ist schon fast alles an Bord, vom Digitalradio über 18-Zoll-Leichtmetallfelgen bis hin zum Navigationssystem mit Google-Service und Rückfahrkamera sowie Metallic-Lackierung. Ein Grund mehr, warum Bianca ihren Nissan Juke Nismo RS so liebt.

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Biancas Nissan Juke Nismo RS ist metallic-grau und seit eineinhalb Jahren ihr treuer Gefährte. Sie ist viel unterwegs und legt vor allem lange Strecken auf der Autobahn zurück. Knapp 15 000 km sind es im Jahr, da die Jetsetterin für ihr Schuh- und Taschenlabel «The No Animal Brand»  ständig zwischen Frankfurt und Zürich pendelt. Deshalb schätzt sie auch den Komfort des sportlichen Crossovers (siehe Interview). Dass Bianca und der Nismo RS ein echtes Dreamteam sind, sieht man auf den ersten Blick. Das Model gibt gerne beherzt Gas und setzt sich mit ihrem Juke auch gerne in Szene.

 

Interview mit Bianca Gubser

Du bist Botschafterin für die japanische Automarke Nissan. Wie sieht dein Engagement aus?
Ich vertrete die Marke an Events und an Presseveranstaltungen, gebe viele Interviews und stelle mich für Fotoshootings zur Verfügung. Ausserdem versuche ich natürlich stets, meinen Nissan Juke Nismo RS zu promoten.

Was gefällt dir am Nissan Juke Nismo RS besonders?
Er ist sportlich, aber trotzdem komfortabel und hat für mich die perfekte Grösse. Besonders gefällt mir auch der Turbomotor, er hat ordentlich Punch und ist einfach und flüssig zu fahren. Das Design ist schnittig und frech und mit der Zweifarben-Lackierung ein echter Hingucker. Extrem wichtig sind mir ausserdem das Navi und die Rückfahrkamera, das muss ein Auto einfach haben.

Wie bist du mit dem Nismo RS unterwegs?
Ich fahre viel lange Strecken, bin viel in Deutschland unterwegs und muss auch öfters nach Mailand oder in die Berge. Ich bin eine typische Langstreckenfahrerin und brauche das Auto wirklich sehr viel, privat und beruflich.

Der Nismo RS hat 218 PS. Genug Leistung für eine rassige Frau wie dich?
Definitiv! In der Schweiz kann man sportliche Autos ja sowieso nicht richtig ausfahren, da braucht es gar nicht mehr Leistung. In Deutschland ist das anders, dort darf ich mit dem Juke auch mal Gas geben. Ich fahre gerne schnell, aber hier bin ich eher gemütlich unterwegs. Sonst wirds teuer.

Nervt dich etwas im Strassenverkehr?
Die Leute lassen sich zu sehr von Handy und Bordcomputer ablenken, anstatt sich voll auf die Strasse zu konzentrieren. Ich merke das im Alltagsverkehr, und das macht mich nervös.

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Technische Daten Nissan Juke Nismo RS
Preis ab 32 990 Franken
Hubraum 4-Zylinder Turbobenziner, 1.6 Liter
Leistung 218 PS bei 6000 U/min
Drehmoment 280 Nm bei 3600 U/min
Antrieb Frontantrieb
0 bis 100 km/h 7.0 s
Spitze 220 km/h
Verbrauch 7,2 l/100 km (Werksangabe)
7,5 l/100 km (Praxismessung
CO2 169 g/km (Werksangabe)
Aussenmasse 416 x 156 x 177 cm
Ladevolumen 326–418 Liter
Markteinführung 2015
Konkurrenten Audi Q3 quattro Sport (ab 57 250 Franken)

 

 

Fazit
Der Nissan Juke ist seit 2013 als sportliche Nismo-Version erhältlich. Nun hat der Haustuner noch den RS-Badge draufgepackt und dem 1,6-Liter-Turbo noch 218 PS und 30 Nm mehr Drehmoment spendiert, mit neuer Abgasanlage und neuer Elektronik. Nicht nur Bianca, auch mich hat der Nissan Juke Nismo RS überzeugt. Am besten gefallen hat mir die knackige Schaltung, die angenehm hohe Anordnung des Schalthebels sowie die kurzen und präzisen Schaltwege: Es macht einfach Freude, mit diesem Joystick die Gänge zu verwalten. Auch die direkte Lenkung und die sportliche Fahrwerksabstimmung haben mir während den Testfahrten immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Vor allem, weil das Auto Charakter hat: Er zerrt an der Lenkung und scharrt mit den Hufen, wenn man den Gasfuss einsetzt. Aber genau damit verdient sich der Nismo das Kürzel RS. Die dynamischen Fahreigenschaften, das sportliche Ambiente des Crossovers, das Platzangebot und die tolle Rundumsicht machen aus dem Nissan Juke Nismo RS ein nicht ganz alltägliches aber durchaus praktikables Alltagsgefährt. Das Kofferraumvolumen ist in der frontgetriebenen Nismo-RS-Version sogar um 40% gewachsen und fasst neu 354 Liter. Gewachsen ist auch der Preis: Der Nismo RS mit Handschaltung und Frontantrieb kommt auf 32 990 Franken, die Allrad-Version mit stufenlosem Getriebe kommt auf 35 990 Franken.

 

Vor- und Nachteile

  • Fahrleistungen
  • sportliche Abstimmung Fahrwerk
  • Schaltung und Lenkung
  • Ausstattung

  • extrovertiertes Design gefällt nicht jedem
  • ebenso die Fahreigenschaften bei übermütiger Fahrweise

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Fotos: Yves-Alain Moor, Fabian Bur, Marc Berger