Unsere wheels!-Family war mit dem Ford Mondeo Station Wagon unterwegs. Der grosse Kombi eignet sich perfekt für einen kleinen Camping-Ausflug übers Wochenende.

 

Ein richtiges Flaggschiff!
Noeh ist schon ganz aufgeregt. Er hat sich sein Indianer-Kostüm übergezogen und seinem Gesicht eine Kriegsbemalung verpasst. Ungeduldig sitzt er schon mal hinten in den Ford Mondeo rein, während Mama Eveline und Papa Mitch noch den Kofferraum befüllen. Dank den Isofix-Haltepunkten auf der Rücksitzbank ist sein Kindersitz im Nu montiert. So viel Platz ist sich Noeh gar nicht gewohnt. Auch Schwester Leila staunt, als sie sich hinten reinsetzt. Da kann man ja richtig rumturnen! Langsam aber sicher wird der Kofferraum dieses luxuriösen Kombis gefüllt: Kinder-Surfbrett, ein Zelt, Badematten, Grillzubehör, Badespielzeug und ein grosser Rucksack – gefüllt mit Ersatzkleidern. So ein Wochenendausflug mit Kind und Kegel erfordert ein Auto mit Stauraum. Für den Ford Mondeo mit einer Kofferraumkapazität von 525 Litern ist das ein Kinderspiel. Kaum ist der Kombi beladen, fährt Mama Eveline aus dem engen Parkhaus raus. Nicht ganz einfach mit diesem Flaggschiff. Der Mondeo ist 4,86 Meter lang und hat einen Radstand von 2,85 Meter, der Wendekreis beträgt stattliche 11,5 Meter. Nicht gerade das Fahrzeug, das man gerne um enge Betonpfeiler rumdirigiert. Doch mit den zahlreichen Helferlein an Board meistert Eveline das mit Bravour, die Rückfahrkamera schafft den nötigen Überblick. Als die wheels-Family die schmale Rampe aus dem Parking hinauffährt, piepst der Parkassistent in allen Tonlagen. Geschafft, draussen scheint die Sonne, das Camping-Abenteuer kann beginnen!

Achtung Radar!
Kaum auf der Autobahn, möchte Papa Mitch das Steuer übernehmen. Der 2-Liter-Turbodiesel will schliesslich ordentlich auf Fahrleistungen getestet werden. Als Erstes fallen ihm aber die tollen Sitze «Sport Style» auf. Mehr Seitenhalt geht in dieser Klasse kaum! Der Mondeo beschleunigt anständig, ganz zur Freude des Familienoberhaupts. Zu Beginn zumindest. Der fiese Radar kurz nach der Autobahneinfahrt schmälert diese Freue beträchtlich. So viel Komfort und starke Fahrleistungen sind halt gefährlich: Das Auto ist so leise, dass man im Innern die Geschwindigkeit kaum wahrnimmt. Zusätzliches Dämmmaterial verringert im neuen Mondeo Wind- und Abrollgeräusche. Ausserdem läuft die neue Integrallenker-Hinterachse sehr spur- und sturzkonstant und sorgt für Komfort, Laufruhe und Dynamik. Folge: eine dicke fette Busse für Papa Mitch. Besser den Tempomat einschalten, dann passieren solche Dinge nicht. Der ACC (Adaptive Cruise Control) hält das Tempo und den Abstand zum Vordermann konstant. Doch es sind noch andere Helferlein an Board, welche die wheels!-Family hoffentlich nicht testen müssen: Der Mondeo ist mit einem neuartigen Gurt-Airbag-System für die hinteren Passagiere ausgestattet. Vor allem Kinder werden dadurch bei einem Unfall optimal geschützt: Sensoren erkennen bei einem Crash die Wucht des Aufpralls und blasen einen im Gurt integrierten Schlauch auf. Damit wird die Fläche des Sicherheitsgurtes vergrössert, und die Passagiere werden besser zurückgehalten, was besser für Kopf, Hals und Brust ist. Noeh und Leila sind also bestens aufgehoben.

Ein hübscher Kerl!
Die Fahrt geht weiter Richtung Neuenburgersee. Yvonand heisst das Ziel und lockt mit schönem Sandstrand und seichten Wellen. Doch zuerst muss beim Camping noch ein Parkplatz gesucht werden. Oder auch nicht: Denn der neue Parkassistent des Mondeo kann entlang von Strassen in Fahrtrichtung und auch querliegende Parkplätze identifizieren und selbstständig einparken. Mitch muss nur den Vorwärts- und den Rückwärtsgang einlegen und das Gas und die Bremse betätigen. Fehlt nur noch, dass der Mondeo auch das Zelt aufstellt! Geht leider nicht, darum machen sich Mitch und Eveline ans Aufstellen. Hier unter der gleissenden Sonne am Neuenburgersee, neben all den anderen Familienautos, macht der Mondeo eine extrem gute Figur. Das Licht dringt durch das optionale Panorama-Glasdach und erhellt den Innenraum. Der grosse Trapez-Kühlergrill verleiht dem Ford etwas anmutiges, die scharfen LED-Schweinwerfer blitzen herausfordernd und prägen das neue Mondeo-Gesicht. Die niedrige Höhe (150 cm!) und die üppige Breite lassen ihn sehr sportlich wirken. Ein hübscher Kerl! Leider muss die wheels-Familie ihren neuen Kumpel auf dem Parkplatz lassen. Mitch, Eveline, Leila und Noeh freuen sich schon auf die Rückfahrt im geräumigen Technik-Wunder.

 

Ford_Mondeo_2

So viel Neues, hübsch verpackt
Mit dem Mondeo hat Ford ein wirklich durchdachtes und schönes neues Auto auf den Markt gebracht. Mit seinem Platzangebot und seinen Sicherheitsfeatures ist er vor allem für Familien interessant, aber nicht nur. Auch der eine oder andere glückliche Aussendienstmitarbeiter dürfte sich in seinem Berufsalltag ab dem Kombi erfreuen. Vor allem das Angebot an technischen Innovationen ist beeindruckend: ein Kollisions-Assistent mit Fussgängererkennung, der selbstständig abbremst, eine umfangreiche Motorenpalette inklusive Hybrid-Antrieb, adaptive LED-Frontscheinwerfer, Multikontursitze, Gurt-Airbag usw. Ein wahres Technik-Wunder! Dazu ein modernes und dynamisches Design. Das passt alles super. Doch moderne Technik ist auch anfällig auf Störungen: So hat zum Beispiel der Gurt-Warner während des Testbetriebs ständig moniert, obwohl gar niemand auf dem Beifahrersitz sass. Auch keine Handtasche. Trotzdem: Der Ford Mondeo Station Wagon hat die wheels-Family vollends überzeugt.

 

Technische Daten Ford Mondeo 2.0 TDCI Titanium Station Wagon
Preis ab  46 200 Franken
Hubraum  2.0-Liter-Diesel
Leistung 180 PS
Drehmoment 400 Nm bei 200 bis 2500 U/min
Antrieb Front, 6-Gang-Automatik
0 bis 100 km/h 8,6 Sekunden
Spitze 223 km/h
Verbrauch 6,7 Liter (Praxis) 5 Liter (Werk)
CO2 130 g/km (Werk)
Aussenmasse 486x185x150 cm
Ladevolumen 525 bis 1630 Liter
Konkurrenten VW Passat Kombi (43 700 Franken), Mazda 6 Kombi (45 600 Franken), Opel Insigna Sports Tourer (46 650 Franken)

Fotos: Fabian Bur, Mitch Haussener