Es mutet schon paradox an, wenn ein Mineralöl-Konzern eine Fahrzeugstudie präsentiert, die möglichst sparsam im Umgang mit dem Kraftstoff ist. Aber genau das hat der niederländische Konzern Shell gemacht. Auf der Autoshow in Peking ist jetzt das Konzept für den Nah- und Kurzstreckenverkehr präsentiert worden. Das dreisitzige Sparmodell wurde in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Formel 1-Designer Gordon Murray entwickelt. Es vereint hochmoderne Leichtbautechnik – das Auto wiegt lediglich 550kg – und sorgfältig ausgewählte Materialien, die eine niedrige Energie- und CO2-Bilanz aufweisen. Eine Reihe von Fahrzeugteilen wurde per 3D-Druck hergestellt, um die Konstruktion dieses Prototypfahrzeugs zu beschleunigen. Für den Bau des Fahrgestells wurden wiederverwertete Kohlenstofffasern eingesetzt, so dass die Konstruktionskosten bei nur einem Viertel im Vergleich zu einem herkömmlichen, aus Stahl hergestellten Auto liegen. Darüber hinaus kann fast das gesamte Fahrzeug am Ende seiner Nutzungsdauer recycelt werden. Konkrete Zahlen zum Verbrauch des Dreizylinder Benzinmotors mit einem Hubraum von 660 ccm bleibt der Mineralölkonzern noch schuldig. Die Macher versprechen aber eine um 34 Prozent bessere Energiebilanz gegenüber einem herkömmlichen Kleinwagen. Im offiziellen NEFZ-Messverfahren war der CO2-Ausstoβ von Shells Fahrzeug niedriger als bei einem herkömmlichen mit Benzin betriebenen Stadtauto (28%) und einem Hybridfahrzeug (32%). Eine Serienfertigung ist aber bislang noch nicht vorgesehen.

Mehr Infos unter www.shell.de