Mit einem Porsche auf dem abgesperrten Kurs hemmungslos am Gas drehen. Ein Traum für jeden PS-begeisterten Autofahrer. Die AMAG bietet für sportlich interessierte Fahrer geführte Runden auf dem Kurs von Anneau du Rhin an. Der kompakte Rennkurs, 50 Kilometer von Basel entfernt, erweist sich als ideales Terrain mit anspruchsvollen Kurvenkombinationen und einer Geraden, wo mit schnellen Fahrzeugen weit über 200 km/h möglich sind. Doch vor der Praxis führt Mitveranstalter Pirelli eine kleine Theoriestunde durch. Es geht – klar doch – um Reifen und wie wichtig es ist, auf dem Rennkurs den passenden Gummi zu benutzen. Die Italiener können bei Sport- und Rennreifen auf eine lange Tradition zurückblicken und sind nicht umsonst der derzeitige Reifenpartner der Formel 1.

Auf dem Kurs stehen verschiedene Porsche-Modelle zum Fahren bereit, wie 911 Carrera 4 GTS, Boxster GTS und auch der Cayman. Bei den geführten Runden fährt der Instruktor vorneweg, und die Lehrlinge folgen der vorgefahrenen Ideallinie. Er zeigt die Brems- und Einlenkpunkte auf und wenn er sieht, dass die Gruppe folgen kann, steigert er kontinuierlich das Tempo. Nach fünf Runden auf dem kleinen Kurs wird das Fahrzeug gewechselt. Das Tolle dabei, hier spürt man nach dem Umstieg unmittelbar die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte. Der allradgetriebene Elfer begeistert mit einer unerschütterlichen Fahrstabilität und einer perfekten Traktion. Die Mittelmotorwagen Boxster sind dafür agiler und wendiger, aber auch im Grenzbereich schwieriger zu beherrschen.

Ein Aha-Erlebnis für alle bietet der Umstieg in den Pirelli TROFEO R bestückten Porsche. Der sogenannte Semi-Slick wurde extra für den Einsatz auf dem Track entwickelt. Im Grunde ist der Pneu wie ein reinrassiger Rennreifen aufgebaut. Mit einem strassentauglichen Profil versehen, darf er jedoch auch im Strassenverkehr gefahren werden. Ideal für die Anreise zur Strecke auf eigener Achse.

Ist der Pirelli P Zero schon ein Pneu, der auf der Rennstrecke Spass macht, legt der TROFEO R noch eine Schippe drauf. Der Elfer lässt sich damit noch exakter im Grenzbereich bewegen. Man hat mehr Vertrauen in das Auto, und das Gripniveau ist nochmals höher. Zudem ist er auf eine höhere Belastung ausgelegt. Dort, wo ein Strassenreifen bei zu hoher Belastung überhitzen kann und zu schmieren anfängt, hat der Semi höhere Reserven.

Mehr Infos hier und hier.

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Fazit Robert Tomitzi:
Der Porsche Trackday ist vor allem für Personen interessant, die einmal ausprobieren möchten, ob ihnen das Fahrverhalten eines Porsche bei sportlicher Fahrweise liegt. Man sollte schon ein hohes Mass an Fahrkönnen mitbringen, sonst hinkt man in der Gruppe schnell hinterher. Äusserst interessant war auch zu erfahren, wie toll sich ein Semi-Slick auf der Piste fährt. Daher die eindeutige Empfehlung an alle Trackday-Piloten: Ein zweiter Felgensatz mit montierten Semis ist eine super Investition.

Fotos: Antonio Costantini, Claudia Minder